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Dichtbänder und Formecken: Blick zurück nach vorn

Autor: Heinfried Watermann, Gründer und Geschäftsführer oxiegen gmbH

Wer den Blick nach vorn richtet, sollte sich zuvor in der Ver­gangenheit umschauen, um aus Erfahrungen zu lernen und bessere Antworten auf Herausforderungen von heute und morgen zu finden. Was hatte diese Vergangenheit zu bieten? Am Anfang standen meist 12 cm breite Dichtbänder mit einer 7 cm breiten Dichtzone in der Mitte sowie einem beidseits 2,5 cm überstehenden textilen Träger aus Vlies, Gewebe oder Gewirke. Gut 41 % der Fläche dieser Dichtbänder waren demnach nicht dicht.

Unterscheidungsmerkmale bei den Produkten gab es weni­ge, es sei denn bei der Farbe des Mittelstreifens und dessen Dicke. Spielereien wie Vlies oder gewebefreie sogenannte Dehnzonen im an sich schon sehr schmalen Mittelstreifen stellten zwar interessante Designlösungen und Marketing­argumente zur Unterscheidung vom Mitbewerber dar, brachten jedoch keine wirklichen Fortschritte.

Ganz Clevere packten auf den nackten Mittelstreifen dann noch ein Vlies, damit auch im Überlappungsbereich streich- und spachtelbare Flächendichtstoffe haften konnten und damit auch dieser Bereich einigermaßen sicher dicht wurde. Mit der Entwicklung beidseitig vlieskaschierter Abdichtbahnen kamen dann vor rund 30 Jahren die dazu passenden Dicht­bänder auf den Markt. Sie bestehen aus einer beidseitig vlieskaschierten Folie und machten nunmehr auch unterschiedliche Breiten und dazu passende Formteile wie Ecken und Manschetten möglich.

Heute unterscheiden sich diese Dicht­bänder im Wesentlichen durch die Dicke und Eigenschaften der inneren Folie und der Vliesfarbe. Ohne Dichtbänder und Formecken sind funktionsfähige Abdichtungen nicht denkbar. Sie sind ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil überhaupt. Ein Ärgernis ist dem Fliesenleger allerdings geblieben: die Überlappungen von Formteilen und Dichtbändern in den Eckbereichen. Die Folge: beim Einbau kommen bis zu vier Materiallagen übereinander. Sie bilden eine Erhöhung, die für jeden Fliesenleger eine Herausforderung darstellt. Besonders dicke Dichtbänder machen das Problem noch größer. Zeit also, aus dem Rückblick zu lernen und eine Problemlösung zu entwickeln, die dem Fliesenleger weniger Ärger und mehr Freude bereitet.

Dieser Lösung haben wir den Namen WIM gegeben. WIM ist die Abkürzung von „weniger ist mehr“.

Was es damit auf sich hat, erfahren Sie mit einem einfachen Klick hier.